Die Bundesstaße 242 führt durch den Ort, von hier zweigen die Landstraßen nach Königshütten in östlicher Richtung und nach Brenneckenstein in südlicher Richtung ab. Etwa 5 km entfernt liegt das Vorbecken der Rappbodetalsperre bei Trautenstein. Südlich von Tanne erstreckt sich die Lange, eine Hochfläche zwischen Rappbode und Warmer Bode.
Aus geschichtlicher Sicht verdankt die Siedlung Tanne seine Existenz einer Eisenhütte, welche unweit des durch den Harz führenden Thüringer Weg und über die Thüringer Furt quer durch die Warme Bode errichtet wurde. Im Gebiet des heutigen Ortes Tanne kann man die Eisen– und Kupferverhüttung bis in das frühe 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Die älteste von diesen Verhüttungseinrichtungen war die Kupferhütte beim Silberkulk, welche erstmals 1226 urkundlich erwähnt wurde.
Der Tourismus erreichte im Jahr 2002 eine Zahl von 30.000 Übernachtungen. Bis zum Jahre 1996 durfte sich der Ort "Höhenluftkurort" bezeichnen. Wegen Geldmangels konnte die Bezeichnung Luftkurort in einer staatlichen Anerkennung nicht erlangt werden. Seit dem Jahr 2000 ist die Gemeinde in Tanne staatlich anerkannter Erholungsort, längerfristig ist das Prädikat Luftkurort angestrebt.
Tanne bietet für touristische Besucher einige Sehenswürdigkeiten, die wichtigsten sind:
– Dorfkirche: gebaut 1693–98 mit Flügelschrein und Kanzelaltar aus dem 16. Jahrhundert.
– Heimatstube (das ehemalige Backhaus von 1720): Viele Antiquitäten können hier von den Besuchern bewundert werden und informieren über Bräuche, Tradition und Geschichte des Ortes Tanne.
– Dammwildgehege: In dem angelegten Schaugehege können die Besucher das in der Natur sonst so scheue Dammwild anschauen. Die schönen Tiere sind an die Besucher gewöhnt.
– Kurpark und Festplatz: Zahlreiche traditionelle Feiern werden im Kurpark und auf dem Tanner Festplatz abgehalten.